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Emaad Otyński

Emaad Otyński

Gründer von OTYŃSKI® | Unternehmensberater | Coach

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So findest du deine Geschäftsidee

Die Idee ist der Start deiner Selbständigkeit. Mit der Idee entwickelst du anschließend eine Vision, die dich in die Selbständigkeit führen soll. Doch was, wenn der Wunsch der Selbständigkeit groß ist, du aber keine Idee finden kannst, mit der du dich selbständig machst? So geht es vielen Leuten.  Doch die Möglichkeiten sich selbständig zu machen, sind größer, denn je. Es muss nicht immer eine neuartige Idee sein mit der du dein eigenes Business aufziehst. Deshalb erfährst du hier einige Möglichkeiten, Ideen zu finden und sie auszuarbeiten. 

10 Möglichkeiten, deine Business-Idee zu finden

Es gibt unterschiedliche Varianten, mit denen du in die Selbständigkeit starten kannst. Wichtig ist, dass du eine Idee findest, die wirklich zu dir passt und du dafür brennst. Nichts ist schlimmer als mit einer Idee sein eigenes Business aufziehen zu wollen und nicht zu hundert Prozent dahinterzustehen. Deshalb findest du einige Varianten und Methoden, deine Geschäftsidee zu finden. 

Klicke auf die einzelnen Inhalte, um mehr zu erfahren. 

Neuartige Idee

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Eine neuartige Geschäftsidee ist die spannendste aller Ideenformen, aber gleichzeitig auch die schwierigste Form. Sie wird als die Königsdisziplin von UnternehmerInnen gesehen. Denn neue Geschäftsideen haben sich noch nicht am Markt etabliert und haben somit keine Erfahrungswerte von der Konkurrenz oder vergleichbaren Geschäftsmodellen. Auch ist nicht bekannt, ob deine Zielgruppe dein Angebot überhaupt kaufen wird. Das bedeutet, dass du bei null anfängst, was dir ein hohes Risiko verschafft. Zusätzlich benötigen neuartige Ideen meistens mehr Zeit in der Umsetzung. Von der Idee über die Konzeptionierung und Umsetzung können auch Jahre vergehen, wenn es die technischen Anforderungen erfordern. 

Dennoch haben neuartige Geschäftsideen viele Vorteile. Der größte Vorteil ist der First-Mover-Advantage. Das bedeutet, dass du das erste Unternehmen mit diesem Angebot bist, was dir einen gewissen (Zeit-) Vorsprung verschafft bis sich die Konkurrenz ebenfalls am Markt meldet. Du kannst also deine Zielgruppe gleich an dich binden und dich als „Original“ etablieren.  Zusätzlich kannst du deinen Preis frei bestimmen, da du nicht gegen eine bestehende Konkurrenz ankämpfst. 

Möchtest du etwas Neues etablieren, ist es wichtig, dass du folgende Fragestellungen behandelst:

  • Welches ungelöste Problem willst du lösen?
  • Wer ist deine Zielkundengruppe?
  • Wird deine Lösung überhaupt gesucht?
  • Was sind die Gründe, wieso es bis heute keine Lösung gibt?
  • Was ist dein Alleinstellungsmerkmal?

Bestehendes verbessern

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Bestehende Geschäftsmodelle sind ideal, wenn es darum geht, sich selbständig zu machen. Dabei ist nicht das Kopieren des Modells Sinn und Zweck der Sache, sondern das Verbessern. Dabei reicht es ein Merkmal einfach besser zu machen als die Konkurrenz. Das könnte beispielsweise folgendes sein:

  • Qualität
  • Service
  • Preis
  • Marketing
  • Nebenangebot

Beantworte dir die nächsten Fragen ehrlich, wenn du eine bestehende Idee einfach verbessert auf den Markt bringen willst:

  • Was kannst du besser als die Konkurrenz?
  • Was könnte der Grund sein, warum die Konkurrenz deine Verbesserung noch nicht umgesetzt hat?
  • Warum sollten bestehende Kunden die Konkurrenz verlassen und bei dir kaufen?
  • Wie schaffst du es, die bestehenden Kunden deiner Konkurrenz anzusprechen und zu überzeugen, dass dein Angebot besser ist?

Franchise

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Franchising bedeutet, dass du ein bestehendes Unternehmenskonzept übernimmst und es an einem neuen Standort eröffnest. Der Vorteil beim Franchise ist, dass das Produkt oder die Dienstleistung bereits am Markt etabliert ist. Franchise ist, für all jene ideal, die keine eigene Idee finden, ein (wenig) Kapital zur Verfügung haben und dennoch selbständig sein wollen. Die Abläufe des Geschäftsmodells sind bereits gut konzipiert und etablieren sich als effektiv und effizient.
 
Beim Franchise gibt es immer einen Franchisegeber und einen Franchisenehmer. Der Franchisegeber ist das Unternehmen, welches dir die Lizenz erteilt, deren Unternehmenskonzept auf selbständiger Basis zu nutzen. Somit bist du der Franchisenehmer, welcher die Lizenz erteilt bekommt und diese für die Generierung von Umsätzen nutzen kann.
 
Franchisesysteme sind fast nie kostenlos. Für die erteilte Lizenz zahlst du eine Lizenzgebühr (Franchisegebühr) und mögliche andere Abgaben, wie beispielsweise einen prozentuellen Anteil am Umsatz an den Franchisegeber. Oftmals stehen dir Franchisegeber auch als erfahrener Sparringpartner beim Aufbau, der Suche von Mitarbeitern und bei Verhandlungsgesprächen bei Banken bezüglich der Finanzierung zur Seite. 
 

Franchise kann also ein sehr interessantes Modell sein für viele. Bekannte Franchise-Systeme in Österreich sind beispielsweise McDonalds, CleverFit, Subway und Ankerbrot.

Du findest viele Franchise-Systeme sowie Franchisegeber bei folgenden Börsen:

Nachfolge

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Viele UnternehmerInnen möchten nach einer Zeit sich zur Ruhe setzen, in Pension gehen oder das Unternehmen einfach verkaufen. Die Gründe sind unterschiedlich. Laut der Wirtschaftskammer Österreich sind es in den nächsten 10 Jahren mehr als 50.000 Unternehmen, die übernommen werden sollen. Das bietet für dich eine Reihe an Vorteilen. So sind die Vorteile bei der Betriebsnachfolge zum Teil ähnlich, wie beim Franchise. Du erhältst ein womöglich bereits etabliertes Geschäftskonzept, welches du weiterführst oder expandierst. Besonders bei Familienunternehmen werden oft Nachfolger innerhalb der Familie gesucht, aber nicht gefunden. Anders als beim Franchise kaufst du bei einer Betriebsnachfolge grundsätzlich das Unternehmen dem aktuellen Unternehmensinhaber oder Unternehmensinhaberin ab. Die Art und Weise des Kaufs kann unterschiedliche Formen annehmen, wie eine Einmalzahlung oder andere (komplexere) Einigungen. Dabei ist es essenziell, den Unternehmenswert und die Perspektive für die Zukunft richtig einzuschätzen. Deshalb rate ich dir, besonders bei der Unternehmensübernahme einen Steuerberater und Unternehmensberater von Anfang an in dein Vorhaben miteinzubeziehen.


Vorteile 

    • etabliertes Unternehmenskonzept
    • bestehendes Team
    • bestehende Kundschaft
    • Produkte/ Dienstleistung sind am Markt erprobt
    • einfachere Finanzierung
    • bestehende Kennzahlen aus der Vergangenheit
    • Nutzung des bestehenden Anlagevermögens
    • bestehende Unternehmens- und Ablaufstrukturen
    • Hilfe durch alten Inhaber
    • Investor-Möglichkeit des alten Inhabers aufgrund des Wissens über das bestehende Potenzial



Nachteile

    • Ablöse und somit höherer Kapitalbedarf
    • mögliche veraltete bestehende Strukturen
    • fehlende Flexibilität in den Prozessen
    • Probleme in der Führungsrolle als neuer Inhaber
    • Starrheit des Personals in Bezug auf Veränderungen
    • Differenzen mit Alteigentümer, falls dieser noch in der Firma involviert ist
    • falscher Unternehmenswert nach Kauf
    • Investitionsbedarf, da Systeme veraltet

Mindmap

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Die Mindmap ist eine tolle Methode, wenn du eine Geschäftsidee finden willst. Dabei ähnelt die Struktur der Aufzeichnungen einem Baum. Dabei notierst du eine Idee als „Ast“ und verbindest weitere Gedanken zu dieser Idee auf den „Nebenästen“ des „Ideenastes“. Das hat den Vorteil, dass du deine Gedanken strukturiert fortführst. Hast du eine neue Idee, erhält diese einen neuen „Ast“ usw. 

Im Gegensatz zum Brainstorming ist Mindmapping eine strukturierte Methode zur Ideensammlung, die Zusammenhänge miteinander verbindet. Damit können auch Prozesse besser strukturiert werden. 

Brainstorming

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Brainstorming ist die etwas stürmischere Variante im Vergleich zur Mindmap. Du suchst dir ein Theme bzw. eine Fragestellung. Das könnte in deinem Fall eine neue Geschäftsidee sein. Dabei werden laufend ohne Zusammenhang Ideen (zum Beispiel) auf einer Pinnwand angepinnt oder auf ein Whiteboard geschrieben. Alles, was dir zum Thema „Geschäftsidee“ einfällt, zählt. Der Prozess kann auch mehrere Tage andauern. So könntest du dir auch eine Flipchart nehmen, es sichtbar aufhängen und für die nächsten sieben Tage immer etwas dazuschreiben, wenn es dir gerade einfällt.

Der zweite Teil des Brainstormings ist die Sortierung der Ideen. Dabei sortierst du zunächst jene Beiträge aus, die überhaupt nichts mit dem Thema gemeinsam haben. Anschließend kannst du deine Beiträge nach Wichtigkeit sortieren und überlegen, ob du daraus eine Geschäftsidee ableiten kannst. 

360° Umfrage

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Die 360° Umfrage ist eine simple Methode, mit der du an Problemstellungen deines Umfelds kommst. Dabei fragst du einfach deine Familie, Freunde, ArbeitskollegInnen und sonstige Personen deines Umfelds, was die nervigste Sache in ihrem Alltag ist, was noch nicht mit einem Produkt oder einer Dienstleistung gelöst wurde. Sammle so viele Informationen, wie nur möglich. Frage so viele Menschen, wie du kannst. Anschließend findest du möglicherweise ein Problem, für welches du eine Lösung finden willst. 

Alsoasked.com

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Die Webseite alsoasked.com ist eigentlich ein Keyword-Recherche-Tool. Allerdings kannst du das Tool auch dafür verwenden, um Problemfragen zu recherchieren. Suche nach möglichen Fragen, die Menschen sich stellen oder noch klaren Lösungsanfragen. Es ist gut möglich, dass du dort eine Problemstellung findest, die du lösen möchtest. 

Google Suche

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Nutze einfach die Suche in Google für mögliche Problemthemen, die die Menschen interessieren. Wenn du also einen Ansatz hast, gib diesen in der Suche in unterschiedlichsten Formen ein und überprüfe, ob es Suchanfragen gibt. Außerdem nutze Google, um nach möglicher Konkurrenz zu recherchieren. 

YouTube

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YouTube ist heutzutage nicht mehr nur ein Videoportal. YouTube ist mehr zu einem Suchportal geworden. Dabei suchen Menschen nach Musik, Erklärvideos, Rezensionen, usw. Du könntest also YouTube nutzen, um zu recherchieren, was es schon gibt und was nicht. Auch könntest du bestehende Themen verbessern, die du auf YouTube siehst. YouTube bietet den Vorteil, dass du dort nicht nur Videos hast, sondern auch die Kommentare der User. Damit kannst du zu bestimmten Themen schauen, was die Menschen dazu meinen oder wo sie noch nicht ganz zufrieden sind. Damit kannst du dann eine Basis für eine mögliche Geschäftsidee schaffen. 

Andere Suchportale

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Google ist nicht die einzige Möglichkeit, um nach bestimmten Themen zu suchen. Es gibt auch andere Suchmaschinen, wie Bing oder Yahoo. Zusätzlich kannst du Foren oder Plattformen wie Reddit oder Social-Media-Kanäle, wie Facebook oder Instagram, nutzen, um herauszufinden, worüber die Menschen gerade sprechen und welche Problemstellungen sie haben. 

Andere Suchportale

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Nutze Events, um dich mit Menschen auszutauschen und zu vernetzen. Menschen erzählen gerne Geschichten und hören gerne auch bei Geschichten zu. Erzähle deinem Gegenüber, dass du auf der Suche nach einer Geschäftsidee bist. Nicht alle wollen sich selbständig machen. Möglicherweise verrät dir die eine oder andere Person, was sie sich schon seit Ewigkeiten für eine Lösung für ein Problem wünscht, es sie aber noch nicht gibt.

"Es gilt nicht nur eine Geschäftsidee zu finden, sondern auch dafür leidenschaftlich zu brennen."

Zusammenfassend siehst du, dass es viele Möglichkeiten gibt, um eine Geschäftsidee zu finden. Wichtig ist aber auch, dass du an dem Thema Spaß hast. Das fachliche kannst du dir immer anlernen, doch die Motivation kommt immer von innen. Finde eine Idee (Problemstellung und Lösung), die dir Spaß macht auszuarbeiten und du wirst langfristig selbständig werden und bleiben. 

Wenn du Schwierigkeiten hast eine Geschäftsidee zu finden, kannst du gerne unser Beratungsangebot in Anspruch nehmen. Dabei können wir gemeinsam deine Geschäftsidee finden, damit du endlich starten kannst.

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